Produktinformationen
Was ist Wegovy® und wofür wird es angewendet?
Wegovy® ist ein Arzneimittel zur Gewichtsreduktion und Gewichtserhaltung, das den Wirkstoff Semaglutid enthält. Es ist dem natürlichen Hormon Glucagon-like peptide-1 (GLP-1) ähnlich, das nach einer Mahlzeit aus dem Darm freigesetzt wird.
Es wirkt auf die Ziele (Rezeptoren) im Gehirn, die den Appetit steuern, und löst bei Ihnen gesteigertes Sättigungsgefühl, abgeschwächtes Hungergefühl und weniger Heißhungerattacken aus. Dies wird Ihnen helfen, weniger zu essen und Ihr Körpergewicht zu reduzieren. Wegovy® kann auch helfen, einer Herzerkrankung vorzubeugen. Wegovy® 4 mg Tabletten
Wofür wird Wegovy® angewendet?
Wegovy® wird zusammen mit einer Diät und körperlicher Aktivität zur Gewichtsreduktion und als Hilfe zur Gewichtserhaltung angewendet. Es wird angewendet bei Erwachsenen mit
- einem BMI von 30 kg/m² oder mehr (Adipositas) oder
- einem BMI von mindestens 27 kg/m², aber weniger als 30 kg/m² (Übergewicht), die gewichtsbedingte gesundheitliche Probleme (wie Diabetes, Bluthochdruck, anormale Blutfettwerte, Atemprobleme während des Schlafs, sogenannte „obstruktive Schlafapnoe“, oder eine Vorgeschichte mit Herzinfarkt, Schlaganfall oder Blutgefäßproblemen) haben.
Der BMI (Body Mass Index) ist ein Maß für Ihr Körpergewicht im Verhältnis zu Ihrer Körpergröße.
Was sollten Sie vor der Einnahme von Wegovy® beachten?
Wegovy® darf nicht eingenommen werden, wenn Sie allergisch gegen Semaglutid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Wegovy® 4 mg Tabletten
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Wegovy® einnehmen.
Die Einnahme von Wegovy® wird nicht empfohlen, wenn Sie:
- andere Produkte zur Gewichtsreduktion anwenden
- Typ 1 Diabetes haben
- eine stark eingeschränkte Nierenfunktion haben
- eine stark eingeschränkte Leberfunktion haben
- eine schwere Herzinsuffizienz haben
- eine unkontrollierte oder potenziell instabile diabetische Augenerkrankung (Retinopathie) haben
Es gibt wenig Erfahrung mit Wegovy® bei Patienten, die:
- 85 Jahre oder älter sind
- Leberprobleme haben
- eine entzündliche Darmerkrankung haben
- für die 25 mg Tablette: Typ 2 Diabetes mit einem HbA1c-Wert unter 8 haben
- für die 25 mg Tablette: Typ 2 Diabetes haben und Insulin anwenden
Wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt, wenn einer der oben aufgeführten Punkte auf Sie zutrifft.
Wenn Sie wissen, dass Sie sich einer Operation unterziehen müssen, bei der Sie unter Narkose (Schlaf) stehen werden, informieren Sie bitte Ihren Arzt darüber, dass Sie Wegovy® anwenden.
Dehydrierung
Während der Behandlung mit Wegovy® könnte es vorkommen, dass Ihnen übel ist (Nausea), Sie sich erbrechen müssen oder Sie Durchfall bekommen. Diese Nebenwirkungen können zu Dehydrierung (Flüssigkeitsverlust) führen. Es ist wichtig, dass Sie ausreichend trinken, um einer Dehydrierung vorzubeugen.
Dies ist besonders wichtig, wenn Sie Nierenprobleme haben. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie diesbezüglich irgendwelche Fragen oder Bedenken haben. Wegovy® 4 mg Tabletten
Entzündung der Bauchspeicheldrüse
Wenn starke und anhaltende Bauchschmerzen auftreten (siehe Abschnitt 4), suchen Sie sofort einen Arzt auf, da dies ein Anzeichen für eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse (akute Pankreatitis) sein kann.
Patienten mit Typ 2 Diabetes
Wegovy® kann nicht als Ersatz für Insulin verwendet werden. Wenden Sie Wegovy® nicht in Kombination mit anderen Arzneimitteln an, die GLP-1-Rezeptoragonisten enthalten (wie Liraglutid, Dulaglutid, Exenatid oder Lixisenatid).
Unterzuckerung (Hypoglykämie)
Die Kombination dieses Arzneimittels mit einem Sulfonylharnstoff oder einem Insulin könnte das Risiko einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) erhöhen. Weitere Informationen über die Warnzeichen einer Unterzuckerung finden Sie in Abschnitt 4.
Ihr Arzt fordert Sie möglicherweise auf, Ihren Blutzuckerspiegel zu messen. Dies hilft Ihrem Arzt bei der Entscheidung, ob die Dosis des Sulfonylharnstoffs oder Insulins geändert werden muss, um das Risiko einer Unterzuckerung zu senken.
Diabetische Augenerkrankung (Retinopathie)
Wenn Sie eine diabetische Augenerkrankung haben und Insulin verwenden, kann dieses Arzneimittel zu einer Verschlechterung Ihres Sehvermögens führen, was eine Behandlung erfordern könnte. Rasche Verbesserungen der Blutzuckereinstellung können zu einer vorübergehenden Verschlechterung einer diabetischen Augenerkrankung führen.
Wenn Sie eine diabetische Augenerkrankung haben und während der Anwendung dieses Arzneimittels Augenprobleme auftreten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Plötzliche Veränderungen Ihres Sehvermögens
Wenn Sie während der Behandlung mit diesem Arzneimittel einen plötzlichen Sehverlust oder eine rasche Verschlechterung des Sehvermögens bemerken, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt.
Dies kann durch eine sehr seltene Nebenwirkung verursacht werden, die als nichtarteriitische anteriore ischämische Optikusneuropathie (NAION) bezeichnet wird (siehe Abschnitt 4: Schwerwiegende Nebenwirkungen). Ihr Arzt wird Sie zu einer Augenuntersuchung überweisen und Sie müssen möglicherweise die Behandlung mit diesem Arzneimittel abbrechen.
Patienten mit verzögerter Magenentleerung (Gastroparese)
Wenn Sie eine langsame (verzögerte) Magenentleerung (sogenannte Gastroparese) haben, kann die Anwendung von Wegovy® zu schweren oder schwerwiegenden gastrointestinalen Nebenwirkungen führen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Wegovy® anwenden.
Ansprechen auf die Behandlung
Falls das Ansprechen auf die Behandlung mit Semaglutid geringer ausfällt als erwartet, kann dies auf eine verminderte Resorption zurückzuführen sein und könnte durch Schwankungen in der Resorption und eine geringe absolute Bioverfügbarkeit bedingt sein.
Befolgen Sie die Anweisungen in Abschnitt 3, um eine optimale Wirkung von Semaglutid zu erzielen.
Kinder und Jugendliche
Geben Sie dieses Arzneimittel nicht an Kinder oder Jugendliche unter 18 Jahren, da es in dieser Altersgruppe nicht untersucht wurde.
Einnahme von Wegovy® zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.
Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal insbesondere dann, wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die Folgendes enthalten:
- Levothyroxin, welches bei einer Schilddrüsenerkrankung angewendet wird. Ihr Arzt muss möglicherweise Ihre Schilddrüsenwerte überprüfen, wenn Sie Wegovy® zusammen mit Levothyroxin einnehmen.
- Warfarin oder ähnliche Arzneimittel, die über den Mund eingenommen werden, um die Blutgerinnung zu verringern (orale Antikoagulanzien). Sie benötigen möglicherweise häufige Blutuntersuchungen, um zu überprüfen, wie schnell Ihr Blut gerinnt.
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.
Dieses Arzneimittel darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, da nicht bekannt ist, ob es Ihrem ungeborenen Kind schaden kann. Aus diesem Grund wird während der Anwendung dieses Arzneimittels empfohlen, ein Verhütungsmittel anzuwenden.
Wenn Sie schwanger werden möchten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über eine Änderung Ihrer Behandlung, da Sie dieses Arzneimittel mindestens zwei Monate vorher absetzen müssen. Wenn Sie während der Anwendung dieses Arzneimittels schwanger werden, sprechen Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt, weil dann Ihre Behandlung umgestellt werden muss.
Wenden Sie dieses Arzneimittel nicht an, wenn Sie stillen. Das Arzneimittel geht in die Muttermilch über und es ist nicht bekannt, wie es sich auf Ihr Baby auswirkt.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Es ist unwahrscheinlich, dass Wegovy® Auswirkungen auf Ihre Verkehrstüchtigkeit und Ihre Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen hat. Bei einigen Patienten kann Schwindel auftreten, wenn sie Wegovy® anwenden, vor allem während der ersten 4 Monate der Behandlung (siehe Abschnitt 4).
Wenn Sie sich schwindelig fühlen, seien Sie besonders vorsichtig, wenn Sie ein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen. Wenn Sie weitere Informationen benötigen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal.
Patienten mit Typ 2 Diabetes
Wenn Sie dieses Arzneimittel in Kombination mit einem Sulfonylharnstoff oder Insulin anwenden, kann es zu einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) kommen, die Ihre Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigen kann.
Vermeiden Sie es, Fahrzeuge zu führen oder Maschinen zu bedienen, wenn Sie Anzeichen einer Unterzuckerung bemerken. Siehe Abschnitt 2 „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“ für Informationen zum erhöhten Risiko einer Unterzuckerung und Abschnitt 4 zu den Warnzeichen einer Unterzuckerung. Weitere Informationen erhalten Sie von Ihrem Arzt.
Wegovy® enthält Natrium
Wegovy® 1,5 mg, 4 mg und 9 mg Tabletten enthalten weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d. h., es ist nahezu „natriumfrei“.
Wegovy® 25 mg Tabletten enthalten 23 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Tablette. Dies entspricht 1 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.
Wie ist Wegovy® einzunehmen?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Wie viel eingenommen wird
Ihre Behandlung beginnt mit einer niedrigen Dosis, die im Laufe von 12 Behandlungswochen schrittweise erhöht wird.
- Die Anfangsdosis beträgt eine 1,5 mg Tablette einmal täglich, vier Wochen lang.
- Ihr Arzt wird Sie anweisen, Ihre Dosis alle vier Wochen schrittweise zu erhöhen, bis Sie die empfohlene Dosis von 25 mg einmal täglich erreicht haben. Bei Bedarf kann die Dosis auf dem vorherigen Niveau beibehalten werden.
- Sobald Sie die empfohlene Dosis von 25 mg erreicht haben, dürfen Sie diese Dosis nicht weiter erhöhen.
In der Regel werden Sie angewiesen, wie folgt vorzugehen:
| Dosierungssteigerung | Tagesdosis |
| Woche 1 – 4 | 1,5 mg |
| Woche 5 – 8 | 4 mg |
| Woche 9 – 12 | 9 mg |
| Ab Woche 13 | 25 mg |
Ihr Arzt wird Ihre Behandlung regelmäßig überprüfen. Sie sollten nicht zwei Tabletten einnehmen, um die Wirkung einer höheren Dosis zu erzielen.
Einnahme dieses Arzneimittels
- Nehmen Sie Ihre Wegovy® Tablette auf nüchternen Magen nach einer empfohlenen Nüchternzeit von mindestens 8 Stunden ein
- Schlucken Sie Ihre Wegovy® Tablette unzerkaut mit einer geringen Menge Wasser (bis zu 120 ml). Die Tablette darf nicht zerteilt, zerdrückt oder gekaut werden, weil nicht bekannt ist, ob dies die Resorption von Semaglutid beeinflusst
- Warten Sie nach der Einnahme Ihrer Wegovy® Tablette mindestens 30 Minuten ab, bevor Sie essen, trinken oder andere orale Arzneimittel einnehmen. Wird kürzer als 30 Minuten gewartet, verringert dies die Resorption von Semaglutid.
Patienten mit Typ 2 Diabetes
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn sie Typ 2 Diabetes haben. Ihr Arzt kann die Dosis Ihrer Diabetes-Medikamente anpassen, um eine Unterzuckerung zu vermeiden.
Wenn Sie eine größere Menge von Wegovy® eingenommen haben, als Sie sollten
Sprechen Sie umgehend mit Ihrem Arzt. Es könnten Nebenwirkungen wie z. B. Übelkeit auftreten.
Wenn Sie die Einnahme von Wegovy® vergessen haben
Wenn Sie die Einnahme einer Dosis vergessen haben, überspringen Sie die vergessene Dosis und nehmen Sie einfach am nächsten Tag Ihre normale Dosis ein.
Wenn Sie die Einnahme von Wegovy® abbrechen
Brechen Sie die Anwendung dieses Arzneimittels nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab. Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Schwerwiegende Nebenwirkungen
Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Komplikationen bei diabetischer Augenerkrankung (diabetischer Retinopathie) – Wenn Sie Diabetes haben, sollten Sie Ihren Arzt informieren, wenn während der Behandlung mit diesem Arzneimittel Augenprobleme, wie z. B. Sehstörungen, auftreten.
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- Entzündete Bauchspeicheldrüse (akute Pankreatitis). Zu den Anzeichen einer Bauchspeicheldrüsenentzündung können starke und lang anhaltende Schmerzen in Ihrem Bauch, die bis in den Rücken ausstrahlen können, gehören. Suchen Sie umgehend Ihren Arzt auf, wenn solche Symptome bei Ihnen auftreten.
Selten (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen)
- Schwere allergische Reaktionen (anaphylaktische Reaktionen, Angioödem). Sie sollten unverzüglich medizinische Hilfe in Anspruch nehmen und umgehend Ihren Arzt informieren, wenn Sie Symptome wie z. B. Atembeschwerden, Schwellung, Benommenheit, schneller Herzschlag, Schwitzen und Bewusstlosigkeit oder eine rasche Schwellung unter der Haut in Bereichen wie Gesicht, Rachen, Armen und Beinen auftreten, die lebensbedrohlich sein können, wenn die Schwellung im Hals die Atemwege blockiert.
Sehr selten (kann bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen)
- Eine Erkrankung des Auges, die als nichtarteriitische anteriore ischämische Optikusneuropathie (NAION) bezeichnet wird und zum nicht schmerzhaften Verlust des Sehvermögens auf einem Ihrer Augen führen kann. Sie sollten sich sofort an Ihren Arzt wenden, wenn Sie eine plötzliche oder allmähliche Verschlechterung Ihres Sehvermögens bemerken
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- Darmverschluss. Eine schwere Form der Verstopfung mit zusätzlichen Symptomen wie Bauchschmerzen, Blähungen, Erbrechen, etc.
Sonstige Nebenwirkungen
Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Kopfschmerzen
- Übelkeit (Nausea)
- Erbrechen
- Durchfall
- Verstopfung
- Bauchschmerzen
- Schwächegefühl oder Müdigkeit
- Magenverstimmung oder Verdauungsstörungen
- diese werden hauptsächlich während der Dosissteigerung beobachtet und verschwinden normalerweise mit der Zeit.
Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Schwindelgefühl
- Aufstoßen
- Blähungen (Flatulenz)
- aufgeblähter Bauch
- Magenschleimhautentzündung („Gastritis“) – Anzeichen sind Magenschmerzen, Übelkeit (Nausea) oder Erbrechen
- Reflux oder Sodbrennen – auch „gastroösophageale Refluxkrankheit“ genannt
- Gallensteine
- Haarausfall
- Veränderung des Geschmacks von Speisen oder Getränken
- Veränderungen des Hautempfindens
- Unterzuckerung (Hypoglykämie) bei Patienten mit Typ 2 Diabetes.
Die Warnzeichen einer Unterzuckerung können plötzlich auftreten. Zu ihnen können gehören: kalter Schweiß, kühle blasse Haut, Kopfschmerzen, schneller Herzschlag, Übelkeit (Nausea) oder starkes Hungergefühl, Sehstörungen, Müdigkeit oder Schwäche, Nervosität, Ängstlichkeit oder Verwirrtheit, Konzentrationsschwierigkeiten oder Zittern.
Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie Sie eine Unterzuckerung behandeln und was Sie tun müssen, wenn Sie diese Warnzeichen bemerken.
Das Auftreten einer Unterzuckerung ist wahrscheinlicher, wenn Sie zusätzlich einen Sulfonylharnstoff einnehmen oder Insulin anwenden. Ihr Arzt wird möglicherweise Ihre Dosis dieser Arzneimittel reduzieren, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen.
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- Niedriger Blutdruck
- Schwindelgefühl oder Benommenheit beim Aufstehen oder Aufsetzen durch einen Abfall des Blutdrucks
- Herzrasen
- Erhöhung der Bauchspeicheldrüsenenzyme (wie Lipase und Amylase), die im Bluttest nachgewiesen werden
- Verzögerte Magenentleerung
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist Wegovy® aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Umkarton nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit und Licht zu schützen.
Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Aufbewahrungsbedingungen erforderlich.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
Inhalt der Packung und weitere Informationen
Was Wegovy® enthält:
Der Wirkstoff ist: Semaglutid.
Wegovy® 1,5 mg Tabletten
Jede Tablette enthält 1,5 mg Semaglutid.
Wegovy® 4 mg Tabletten
Jede Tablette enthält 4 mg Semaglutid.
Wegovy® 9 mg Tabletten
Jede Tablette enthält 9 mg Semaglutid.
Wegovy® 25 mg Tableten
Jede Tablette enthält 25 mg Semaglutid.
Die sonstigen Bestandteile sind Natriumsalcaprozat und Magnesiumstearat. Siehe auch Abschnitt 2, „Wegovy® enthält Natrium“ für Informationen über Natrium.
Fragen und Antworten zu Wegovy® 4 mg Tabletten
Wann und in welcher Dosierung wird Wegovy® 4 mg eingenommen oder gegeben?
Frage von Daniela B.
Bitte wenden Sie Wegovy® 4 mg so an, wie es Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt verordnet. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre Arztpraxis, sollten Sie die ärztlich verordnete Dosierung vergessen haben.
Die übliche Dosierung für Erwachsene ist eine schrittweise Dosissteigerung über 12 Wochen. Die Anfangsdosis beträgt 1,5 mg einmal täglich über 4 Wochen, anschließend erfolgt eine Erhöhung auf 4 mg einmal täglich (Woche 5 bis 8), danach auf 9 mg einmal täglich (Woche 9 bis 12). Ab Woche 13 beträgt die empfohlene Erhaltungsdosis 25 mg einmal täglich. Bei Bedarf kann die Dosissteigerung verlangsamt und eine Dosisstufe länger beibehalten werden.
Die Anwendung des Medikamentes sollte auf nüchternen Magen nach einer empfohlenen Nüchternzeit von mindestens 8 Stunden erfolgen.
Nehmen Sie die Tablette unzerkaut mit einer kleinen Menge Wasser (maximal 120 ml) ein.
Die Tablette darf nicht geteilt, zerdrückt oder gekaut werden. Nach der Einnahme sollten Sie mindestens 30 Minuten warten, bevor Sie essen, trinken oder andere Arzneimittel einnehmen, da andernfalls die Aufnahme von Semaglutid vermindert werden kann.
Wenn Sie eine Dosis vergessen, lassen Sie diese aus und nehmen die nächste Dosis am folgenden Tag wie gewohnt ein.
Diese Angaben sind ein unvollständiger Auszug aus der aktuellen Packungsbeilage (Stand Juli 2026). Bitte lesen Sie diese sorgfältig durch.
Beantwortet durch unser Team aus Apothekern und PTAs. Falls Fragen offenbleiben sollten, lesen Sie bitte die Packungsbeilage des jeweiligen Medikaments oder sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder unserer pharmazeutischen Beratung.
Wie lange muss Wegovy® 4 mg eingenommen werden?
Frage von Hektor N.
Die Dauer der Behandlung mit Wegovy® 4 mg wird von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt bestimmt. Üblicherweise wird das Arzneimittel zur Gewichtsreduktion und Gewichtserhaltung über einen längeren Zeitraum angewendet. Die Behandlung beginnt mit einer schrittweisen Dosissteigerung über 12 Wochen, bis die empfohlene Erhaltungsdosis erreicht ist. Eine regelmäßige tägliche Einnahme ist wichtig, um eine optimale Wirkung zu erzielen.
Bitte beenden Sie die Therapie nicht, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist, ohne Rücksprache mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem Arzt zu halten. Ein Absetzen des Arzneimittels sollte nur nach ärztlicher Rücksprache erfolgen.
Diese Angaben sind ein unvollständiger Auszug aus der aktuellen Packungsbeilage (Stand Juli 2026). Bitte lesen Sie diese sorgfältig durch.
Beantwortet durch unser Team aus Apothekern und PTAs. Falls Fragen offenbleiben sollten, lesen Sie bitte die Packungsbeilage des jeweiligen Medikaments oder sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder unserer pharmazeutischen Beratung.
Welche Wechselwirkungen können durch die Einnahme von Wegovy® 4 mg vorkommen?
Frage von Nia D.
Informieren Sie Ihre Ärztin oder Apothekerin, Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden bzw. vor Kurzem angewendet haben. Hierzu zählen auch nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel und pflanzliche Präparate.
Wegovy® 4 mg kann mit folgenden Wirkstoffen Wechselwirkungen hervorrufen:
- Levothyroxin zur Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen. Eine Kontrolle der Schilddrüsenwerte kann erforderlich sein.
- Warfarin zur Hemmung der Blutgerinnung. Häufigere Gerinnungskontrollen können erforderlich sein.
- Andere orale Antikoagulanzien zur Blutverdünnung. Die Blutgerinnung kann engmaschig überwacht werden müssen.
- Insulin zur Behandlung des Diabetes mellitus. Das Risiko für Unterzuckerungen kann erhöht sein.
- Sulfonylharnstoffe zur Behandlung des Typ-2-Diabetes. Das Risiko für Unterzuckerungen kann erhöht sein.
- Liraglutid zur Behandlung von Diabetes und Übergewicht. Gleichzeitige Anwendung wird nicht empfohlen.
- Dulaglutid zur Behandlung des Typ-2-Diabetes. Gleichzeitige Anwendung wird nicht empfohlen.
- Exenatid zur Behandlung des Typ-2-Diabetes. Gleichzeitige Anwendung wird nicht empfohlen.
- Lixisenatid zur Behandlung des Typ-2-Diabetes. Gleichzeitige Anwendung wird nicht empfohlen.
- Andere GLP-1-Rezeptoragonisten zur Behandlung von Diabetes oder Übergewicht. Eine gleichzeitige Anwendung sollte vermieden werden.
und Weitere.
Bitte berücksichtigen Sie außerdem die folgenden Hinweise:
Einnahme anderer Arzneimittel:
- Nach der Einnahme von Wegovy® sollten mindestens 30 Minuten vergehen, bevor andere oral einzunehmende Arzneimittel angewendet werden.
Ausreichende Flüssigkeitszufuhr:
- Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall können zu Flüssigkeitsverlust führen. Es ist wichtig, ausreichend zu trinken, insbesondere bei bestehenden Nierenproblemen.
Schwangerschaft und Stillzeit
In der Schwangerschaft darf Wegovy® nicht angewendet werden, da nicht bekannt ist, ob das Arzneimittel dem ungeborenen Kind schaden kann. Während der Anwendung wird die Verwendung einer wirksamen Verhütungsmethode empfohlen. Bei Kinderwunsch sollte die Behandlung mindestens zwei Monate vor einer geplanten Schwangerschaft beendet werden. Tritt während der Behandlung eine Schwangerschaft ein, ist unverzüglich ärztlicher Rat einzuholen.
Während der Stillzeit darf Wegovy® nicht angewendet werden, da der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht und die Auswirkungen auf das Kind nicht bekannt sind.
Diese Angaben sind ein unvollständiger Auszug aus der aktuellen Packungsbeilage (Stand Juli 2026). Bitte lesen Sie diese sorgfältig durch.
Beantwortet durch unser Team aus Apothekern und PTAs. Falls Fragen offenbleiben sollten, lesen Sie bitte die Packungsbeilage des jeweiligen Medikaments oder sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder unserer pharmazeutischen Beratung.
Welche Nebenwirkungen können durch die Einnahme von Wegovy® 4 mg auftreten?
Frage von Mio D.
Wie bei jedem anderen Arzneimittel können auch bei der Anwendung von Wegovy® 4 mg Nebenwirkungen auftreten, die jedoch nicht bei jeder Anwenderin oder jedem Anwender vorkommen müssen.
Häufige Nebenwirkungen: bis zu 1 von 10 Behandelten.
Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):
- Übelkeit (Nausea)
- Erbrechen
- Durchfall
- Verstopfung
- Bauchschmerzen
- Kopfschmerzen
- Schwächegefühl oder Müdigkeit
- Magenverstimmung oder Verdauungsstörungen
Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
- Schwindelgefühl
- Aufstoßen
und Weitere.
Weitere häufige Nebenwirkungen: Blähungen, aufgeblähter Bauch, Magenschleimhautentzündung (Gastritis), Reflux oder Sodbrennen, Gallensteine, Haarausfall, Geschmacksveränderungen, Veränderungen des Hautempfindens sowie Unterzuckerung bei Patienten mit Typ-2-Diabetes.
Sollten Sie die möglichen Nebenwirkungen in Sorge versetzen oder bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich bitte an Ihre behandelnde Ärztin oder Ihren behandelnden Arzt.
Setzen Sie das Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.
Diese Angaben sind ein unvollständiger Auszug aus der aktuellen Packungsbeilage (Stand Juli 2026). Bitte lesen Sie diese sorgfältig durch.
Beantwortet durch unser Team aus Apothekern und PTAs. Falls Fragen offenbleiben sollten, lesen Sie bitte die Packungsbeilage des jeweiligen Medikaments oder sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder unserer pharmazeutischen Beratung.








